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Wort zum Dienstag

Sollten Sie Zeit und Lust gehabt haben, die bisherigen Einträge zu lesen, haben Sie allerlei Interessantes erfahren über Dinge und Phänomene, die wir mit der Weihnachtszeit verbinden. Einiges oder gar vieles werden Sie bereits gewußt haben, manch anderes hat Ihnen hoffentlich ein kleines Aha entlockt. Bis auf wenige, meist religiös motivierte Ausnahmen ging es dabei um Weihnachten als Fest der Sinne. Fast alle beschriebenen Weihnachstutensilien kann man schmecken, riechen, hören, sehen und / oder tasten. Doch hat Weihnachten nicht mehr zu bieten? Eine Familie schaut dem Weihnachtsmann hinterher.

Man kann von Christentum oder Religion allgemein halten, was man will, an Gelegenheiten zur Besinnung auf das, was für einen persönlich eigentlich wirklich wichtig ist im Leben, mangelt es nicht. Dazu paßt, daß Umfragen zufolge drei Viertel der Deutschen Weihnachten in erster Linie als Familienfest sehen, während 30% zur Not sogar auf Geschenke verzichten würden. Bei Kindern dürfte diese Quote freilich 0% betragen... Reine Lippenbekenntnisse nützen natürlich nichts. Weihnachten ist - wie Neujahr auch - ein guter Anlaß für all die Dinge und Vorsätze, die eigentlich keines Anlasses bedürften. Zeigen Sie Ihren Liebsten, daß sie Ihre Liebsten sind! Vielleicht gibt es noch die eine oder andere Unstimmigkeit zu klären, deren Ursache bei näherer Betrachtung keine Unstimmigkeit wert war. Wenn im Weihnachtsstreß (den es eigentlich gar nicht geben sollte) der Baum brennt, ohne daß Sie die Lichterkette angeschaltet haben, sind Sie meilenweit weg vom weihnachtlichen Gedankengut jeder Prägung. So "bedeutende" Fragen wie "Karpfen oder Gänsebraten" sind es sicherlich nicht wert, die Festtagsstimmung zu trüben. Wer den ersten Schritt macht, spart sich oft einen weiten und beschwerlichen Weg!

Geschenke und ähnliches sind also nicht das Wichtigste. Aber wenn Sie schenken, dann schenken Sie mit Herz! Insbesondere die Männerschaft scheint da an einem Defizit zu leiden. Über ein Drittel derer sieht das Besorgen von Geschenken eher als lästige Pflicht. Und rund ein Viertel fängt überhaupt erst kurz vor Heiligabend an, sich Gedanken zu machen, und muß dann rotieren wie eine Scheibe, um zum Fest irgendetwas vorweisen zu können. Da wäre es allemal ehrlicher, nichts zu schenken. Wie wäre es denn zur Abwechslung mit einem individuellen und persönlichen Geschenk? Es mag noch so klein sein, wenn es liebevoll und originell arrangiert und verpackt ist, bringt es deutlich mehr Pluspunkte als eine große und teure, aber eben nur lieblos gekaufte Gabe.

In diesem Sinne: Auf Ruhepuls runtertouren, besinnen, Prioritäten setzen und die kommenden Tage (gern auch länger!) danach handeln. "Laßt uns froh und munter sein..."

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