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sind klasse - mehr davon!
sind mir noch gar nicht aufgefallen.
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Idiotenapostroph

Der LinkPate


Redensart / Redewendung

Jemanden zur Sau machen

Bedeutung

Jemanden demütigen, niedermachen, runterputzen, beschimpfen, schinden, in scharfer Form zurechtweisen

Herkunft

Keine Anspielung auf Homers Odyssee, in der die Zauberin Circe auf der Insel Aiaia einige Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelt, sondern ein Rückgriff auf eine etwas skurril anmutende Form der Bestrafung in längst vergangenen Zeiten. Denn während das aktuelle deutsche Rechtssystem hauptsächlich mit Geld- und Haftstrafen operiert, waren unsere Urururururur...ahnen wesentlich einfallsreicher, wenn auch - nach heutigem Verständnis - deutlich grausamer. Ganz abgesehen davon, daß Folter ein legitimes Mittel der Wahrheitsfindung war und es eine ziemlich lange Liste von Methoden zur Vollstreckung der Todesstrafe gab (Verbrennen auf dem Scheiterhaufen, Hängen, Rädern, Vierteilen...), kostete ein Diebstahl schon mal eine Hand (Wiederholung ausgeschlossen!). Zumindest auf der körperlichen Ebene weniger drastisch und schaurig als die Todes- und Verstümmelungsstrafen waren die sogenannten Schand- und Ehrenstrafen, bei denen der Verurteilte dem Spott der Öffentlichkeit preisgegeben wurde. Dabei ließ sich die Art des Vergehens an der Strafe erkennen. Der notorische Trinker bspw. wurde mit einem Weinfaß "bekleidet" durch die Stadt kutschiert. Schwatzsüchtigen Frauen - Vorsicht, meine Damen! - setzte man eine Schandmaske mit langen Ohren und ebensolcher Zunge auf. Wer sich sich selbst für damalige Verhältnisse unter aller Sau benahm, wurde mit einer Schandmaske in Gestalt eines Schweinekopfs, versehen. Er wurde also zur Sau gemacht. Worüber wir heute schmunzeln können, das war für den Betroffenen gewissermaßen die gesellschaftliche Rote Karte.

Zum Thema Ehrenstrafen siehe auch Ein Schlitzohr sein.

Beispiele

"Erst willkommen heißen und dann zur Sau machen..."
"Oder lassen Sie sich vom Hersteller eine Garantie mit Haftung geben, damit sie dann wenigstens jemanden zur Sau machen können."
"Die Kontrolleuse, Typ untersetzte Hilfsbuchhalterin aus der Stadtkämmerei, die sich bei jeder Gelegenheit freiwillig zur U-Bahn-Kontrolle abstellen läßt, weil sie da Schwarzfahrer zur Sau machen kann, anstatt von Ihrem Bürovorsteher zur Sau gemacht zu werden, knurrt mich warnend an."
"Ist das eigentlich normal, wenn jemand die Kassiererin im Supermarkt zur Sau macht, und sich vorher und nachher lauthals über die Servicewüste Deutschland aufregt?"
"Warum spielt er dann, verliert, wird zur Sau gemacht und muß sich durch sämtliche Gazetten schleifen lassen?"
"Ich hoffe nur, der Trainer hat den nach dem Spiel nicht zu sehr zur Sau gemacht, der hatte auf dem Platz wirklich genug gelitten."

Abbildung(en)

Dank der freundlichen Genehmigung des Kriminalmuseums in Rothenburg ob der Tauber kann ich Ihnen zeigen, wie Sie sich eine Schandmaske vorzustellen haben. Das Stück stammt aus dem 17. Jahrhundert und dürfte ausschließlich von Frauen getragen worden sein.

Schandmaske für Frauen
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