Redensart / RedewendungEin Schlawiner sein BedeutungDurchtrieben / gerissen sein, schlau und unberechenbar sein; ein Gauner, ein
Schlitzohr sein HerkunftUrsprünglich vor allem in Österreich und Süddeutschland gebrauchte, abschätzige Bezeichnung für
Hausierer (von Haus zu Haus ziehende Händler) slowenischer Herkunft
(damals zu Österreich gehörend), die ganz besonders gerissen und geschäftstüchtig gewesen sein sollen.
Diese schon etwas chauvinistische Bedeutung ist nahezu in Vergessenheit geraten, so daß der Schlawiner in seiner
heutigen Bedeutung wohl bedenkenlos gebraucht werden kann. Schließlich ist es eine Grundeigenschaft
von Redensarten und Redewendungen, sich im Laufe der Zeit von dem zu lösen, was sie einmal
wörtlich bedeutet haben. Beispiele"Der Toni macht Tore auch mit dem Hintern, ist halt ein Schlawiner."
"Und so ragt dieser Streifen aus dem Durchschnitt vor allem durch das Vergnügen heraus, Peter Falk hier
mal nicht als ewigen Columbo sehen zu können, sondern als eigenwilligen Schlawiner auf der anderen Seite
des Gesetzes."
"Tatsächlich hat der Schlawiner die Herren auf dem stillen Örtchen abgebildet." Abbildung(en) |