Weihnachtsmann
In einer Woche kommt der beste Freund aller kleinen und großen Kinder, überreicht (hoffentlich) wundervolle Geschenke,
so er denn keinen Grund hat, von seiner Rute Gebrauch zu machen.
Man mag unsicher sein, wie man sich den Nikolaus äußerlich vorzustellen hat, oder das Christkind in
verschiedenen Varianten kennen. Beim Weihnachtsmann hingegen gibt es keine Zweifel: vollschlank, etwas in die Jahre
gekommen, Mütze, Mantel, Hose und Schuhe in rot-weiß. Dieses Bild hat ganz entscheidend - man könnte es
als trauriges Zeichen der Kommerzialisierung ansehen - Coca-Cola geprägt. Zwar gab es Darstellungen eines
so gestalteten Weihnachtsmannes schon vorher, aber erst die 1931 gestartete und bis heute laufende Werbekampagne
des Getränkekonzerns verhalf diesem Bild zum weltweiten Durchbruch.
Vorbild für den Weihnachtsmann ist der heilige Nikolaus, der ursprünglich für die damals schon am 6. Dezember
Bescherung verantwortlich war, aber im Zuge der Reformation zum Nikolaus im heutigen Sinn degradiert wurde.
(siehe Eintrag zum 6. Dezember)
Bekanntermaßen wohnt der Weihnachtsmann im hohen Norden, wenn nicht gar am Nordpol, um von dort aus
die Geschenke unter die Leute zu bringen, wenn es an der Zeit ist. Natürlich muß er die Gaben nicht selbst
schleppen, sondern hat dafür seinen fliegenden Schlitten, der von mehreren Rentieren gezogen wird. Wie
der dicke alte Mann sich durch die Schornsteine zwängt, um die Pakete an ihrem Bestimmungsort abzuliefern,
stellt man sich lieber nicht vor. Genau wie die rot-weiße Bekleidung gehen auch Schlitten und Rentiere
(das bekannteste ist zweifellos Rudolf mit der roten Nase) auf amerikanischen Einfluß zurück.
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