jemandem (nicht) das Wasser reichen knnen - Redensarten und Redewendungen
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Redensart/Redewendung

Russisch Polnisch Italienisch Spanisch Franzsisch Englisch jemandem (nicht) das Wasser reichen knnen

Bedeutung

ebenbrtig und auf Augenhhe sein (oder eben nicht) - genauso tchtig/fhig/begabt wie ein anderer sein (oder eben nicht) - mit jemandes Fhigkeiten und Leistungen (nicht) mithalten knnen - genauso viel wie (viel weniger als) ein Anderer knnen/vermgen - ein gleichwertiges (deutlich geringeres) Ansehen haben - im Rang auf derselben (einer viel niedrigeren) Stufe stehen

Herkunft

Im Mittelalter war es zwar mit der Hygiene noch nicht weit her, aber einige grundlegende Regeln gab es bei Tische doch, zumal in vornehmerer Gesellschaft. Besteck war im wesentlichen noch unbekannt, man a mit den Fingern. Aber wenigstens - oder viel mehr deswegen - war es Brauch, sich vor und nach dem Essen die Hnde zu waschen. Bei Adligen von Rang reichten dazu Tischdiener Schsseln mit Wasser. Wer es aber in solcher Umgebung nicht wert war, den Herren das Wasser zu reichen, der taugte auch nicht zu hheren Aufgaben, war an sich wertlos, ein Taugenichts.

Der Brauch des Wasserreichens war aber schon in der Antike bekannt. Im Alten Testament (2. Buch der Knige, 3,11) heit es: "Ist kein Prophet des Herrn hie, da wir den Herrn durch ihn ratfragten? Da antwortete einer unter den Knechten des Knigs Israels und sprach: Hie ist Elisa, der Sohn Saphats, der Elia Wasser auf die Hnde go."

Beispiele

"Er kann mir nicht im entferntesten das Wasser reichen."
"Die Frage ist doch: Wer will dir berhaupt Wasser reichen?"
"Was das Faul sein betrifft, kann mir soweit niemand das Wasser reichen!"
"Ich kann so faul sein, dass selbst Schildkrten unruhig werden!"

"Aber ist eine im ganzen Land,
Die meiner trauten Gretel gleicht,
Die meiner Schwester das Wasser reicht?"
(aus Goethes "Faust")

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