Redensart/RedewendungJemanden in die Wüste schicken (oder auch jagen) BedeutungJemanden, zu dem man eine mehr oder weniger enge Beziehung hat(te) (bspw. den
Freund oder die Freundin), verlassen/rausschmeißen usw.
Wenn Angestellte in die Wüste geschickt werden, ist der Rausschmiß
aus der Firma (Kündigung) gemeint.
Die Redewendung kann aber auch auf Dinge/Sachen angewendet werden. Sie könnten bspw. das Bedürfnis verspüren, ihren Computer in die Wüste zu schicken,
wenn mal wieder gar nichts funktioniert.
HerkunftWie eine ganze Reihe anderer Redensarten läßt sich auch diese auf
die Bibel zurückführen. Sie bezieht sich auf ein altes Ritual des Volkes Israel,
bei dem einmal jährlich durch priesterliche Fürsorge die Sünden des Volkes auf
einen Ziegenbock übertragen wurden. Dieser wurde dann tatsächlich,
beladen mit den Sünden des nun greinigten Volkes, in die Wüste geführt und
zurückgelassen und dürfte in der Regel dort umgekommen sein.
In diesem Zusammenhang siehe auch jemanden
zum Sündenbock machen.
Beispiele"Die hätte ich schon längst in die Wüste geschickt!"
"Wer keine Schwester hat, der wünscht sich eine, und wer eine hat, würde sie oft gerne in die Wüste schicken."
"Meine Freundin würde mich sicherlich in die Wüste schicken, wenn ich an ihrem
Geburtstag ins Stadion ziehen würde."
"Auch die Kirche hat Menschen in die Wüste geschickt; auch Kirche schreckte vor Gewalt nicht zurück.
Brünstig wühlte sie sich in ihrer Selbstgerechtigkeit, und übersah dabei, daß dies der Abgrund ihrer
Sünde war." Zusätzliche Informationen |
Fast wäre ich der Versuchung erlegen, Sie mit einem typischen Touristenbild zu behelligen - ein endloses Meer aus Sand, eine große, gelbe Sonne, am besten noch ein paar Kamele. Aber Wüsten nur mit Sand in Verbindung zu bringen, greift zu kurz. Wüsten werden nicht über das Vorhandensein von Sand definiert, sondern über das weitgehende Fehlen von Pflanzenbewuchs. Daher gibt es neben den klassischen Sandwüsten auch Steinwüsten, Salzwüsten und auch Eiswüsten.
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