Redensart/RedewendungDas Zeitliche segnen BedeutungSterben - sein Leben aushauchen - dahinscheiden
Eine ähnliche Bedeutung haben:
Über den Jordan gehen
Den Löffel abgeben
Über die Wupper gehen
HerkunftDie Tatsache, daß unsere Zeit in dieser Welt begrenzt ist, dürfte Ihnen so neu nicht sein. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik wird in Deutschland ein Mann durchschnittlich 75,9 Jahre alt. Eine Frau bringt es auf 81,5 Jahre. Für Christen verbindet sich mit diesen harten Fakten die Hoffnung
auf ein zeitloses Leben im Jenseits, im Himmel. Aus diesem Gegensatz zwischen irdischer Sterblichkeit und himmlicher Ewigkeit entstand der Brauch, im Angesichte des Todes als letzten Wunsch Gottes Segen
für die irdische Welt zu erbitten, insbesondere natürlich für seine Angehörigen. Der Sterbende segnete mit sogenannten Segensformeln gewissermaßen in Gottes Namen das Zeitliche. Die Redensart selbst taucht im 17. Jahrhundert auf. Beispiele"Ein sicherer Indikator dafür, daß man selbst älter wird, ist die Tatsache, daß
die Bandleader aus der Jugend reihenweise das Zeitliche segnen."
"Auch im Tierreich sind es häufig die Männchen, die früher das Zeitliche segnen."
Wenn sie einmal das Zeitliche segnen, werden wir gütig und wohlwollend auf ihr
Lebenswerk blicken."
"Daß das Werk vieler Künstler erst richtig populär wird, wenn der Urheber das Zeitliche gesegnet hat, ist kein neues Phänomen und gilt für alle möglichen Disziplinen von der bildenden Kunst bis zur Popmusik."
"Spätestens seit Tabellenlayouts das Zeitliche gesegnet haben, gibt es kaum noch
gute Gründe für visuelle Editoren wie Dreamweaver."
Anmerkung zum letzten Zitat: Da hänge ich der Zeit wohl etwas hinterher ... Abbildung(en) |