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Von wegen hohle Nuß!

Harte Schale, leckerer und gesunder Kern. Nüsse liefern jede Menge lebenswichtige Mineralstoffe (Natrium, Kalzium, Eisen, Magnesium) und Vitamine (B und C). Zudem sind sie echte Kraftpakete, da sie auch Eiweiße und Kohlenhydrate enthalten. Allerdings auch jede Menge Fett - wo Licht ist, fällt auch Schatten. Jedenfalls gäbe es genug Gründe, Nüsse das ganze Jahr über zu konsumieren. Werden aber die wenigsten. Aus der Weihnachtszeit hingegen sind Nüsse nicht wegzudenken, ob nun für den Bunten Teller oder als Zutat diverser Weihnachtsleckereien verwendet. Walnüsse

Speziell die Walnuß steht in der christlichen Symbolik für Jesus Christus. Die Nußhülle denkt man sich dabei als das Fleisch Jesu, die harte Schale als Holz des Kreuzes, an das er genagelt wurde, und die schmackhafte eigentliche Nuß als das Leben nach der Erlösung. Freilich war die Nuß schon vor dem Christentum eine mit Symbolik beladene Frucht (z.B. Fruchtbarkeit), die sich gut lagern ließ und zum Verzehr im Winter eignete.

Nußknacker Die allseits bekannten und dekorativen Nußknacker sind eine Spezialität des sächsischen Erzgebirges. Traditionelle Hochburg der erzgebirgischen Schnitz- und Drechselkunst (Pyramiden, Schwibbögen, Räuchermännchen, Nußknacker...) ist Seiffen. Nachdem zu Beginn des 19. Jahrhunderts die einst ertragreichen Silberminen endgültig ausgebeutet waren, mußte sich die Bevölkerung nach neuen Erwerbsquellen umschauen und verlegte sich mit großen Erfolg auf das Arbeiten mit dem reichlich vorhandenen Holz. Den figürlichen Nußknacker übernahmen die "Bastler" dabei aus Bayern, wo die Männlein bereits längere Zeit gefertigt wurden. Daß die Knacker zumeist als Könige, Förster, Gendarmen oder sonstige Obrigkeit dargestellt wurde, erklärt vermutlich auch das oftmals etwas grimmige Aussehen. Wenigstens konnte man so den Herrschaften mal den Mund stopfen... Nach der Völkerschlacht bei Leipzig konnte man sich sogar den großen kleinen Napoleon als Nußknacker in die Stube holen. Ein Hauch Schadenfreude und Spott dürfte schon bei gewesen sein...

Schon längst hat sich der erzgebirgische Nußknacker vom Gebrauchsgegenstand und Kinderspielzeug zum Exportschlager und Sammlerobjekt gewandelt. Für ihren usprünglichen Bestimmungszweck sind sie in vielen Fällen zu schade - und auch zu teuer.

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