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Jemandem am Zeug flicken

Redensart/Redewendung

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Bedeutung

jemanden kleinlich tadeln/rügen – jemandem schaden (wollen) – jemandes Ansehen schädigen (wollen) – nach einer Schwäche suchen, die man ausnutzen kann.

Herkunft

Bild: NähzeugZeug ist ein sehr dehnbarer Begriff und kann alles Mögliche bezeichnen. Im Falle der Redewendung am Zeug flicken ist die Kleidung gemeint. Das liegt daran, dass Zeug früher u.a. auch den Stoff bezeichnete, aus dem dann Kleidung hergestellt wurde. Wer jemanden am Zeug flickt, der bessert also wörtlich genommen dessen Kleidung aus, bringt sie in Ordnung – selbst wenn das gar nicht nötig ist. Denn zumindest der Redewendung nach tut er das nicht in der wohlwollenden Absicht zu helfen, sondern eher als unausgesprochener Vorwurf, als Versuch, denjenigen bloßzustellen.

Mittlerweile können die Flickschneider Nadel und Faden steckenlassen. Gefragt sind eher ein gewisses Maß Hinterhältigkeit und ein loses Mundwerk.

Beispiele

„Hinter den Kulissen hat sie ihm schon seit Jahren am Zeug geflickt.“
„Jetzt sieht er endlich die Zeit gekommen, um dem ungeliebten Konkurrenten was am Zeug zu flicken.“
„Als misstrauischer Mensch denkt er, dass alle gegen ihn seien und ihm immerzu was am Zeuge flicken wollen.“
„Bei jeder Gelegenheit flickt er ihm am Zeug.“

Jemandem am Zeug flicken
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