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Sich Asche aufs Haupt streuen oder in Sack und Asche gehen

Redensart/Redewendung

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Bedeutung

etwas bereuen – die Schuld auf sich nehmen – Buße tun; trauern

Herkunft

Der Brauch, sich als Zeichen der Trauer oder Reue Asche aufs Haupt zu streuen und einfache Kleider aus grobem Stoff anzulegen, wird an mehreren Stellen der Bibel erwähnt.

Kleider machen bekanntlich Leute. Dabei ist Kleidung nicht immer und nur und für jeden Ausdruck des Geschmacks, der gerade aktuellen Mode, des Selbstverständnisses oder an sachlichen Bedürfnissen ausgerichtet. Unsere Kleidung orientiert sich auch an dem, was in der Gesellschaft für den jeweiligen Anlass als passend gilt. So würde wohl kein Mitteleuropäer auf die Idee kommen, in einem weißen Anzug bei einer Beerdigung aufzulaufen. Weiß gilt nun einmal nicht als Farbe der Trauer und des Mitgefühls.

Die Asche steht für die Vergänglichkeit allen irdischen Lebens – insbesondere natürlich des Menschen.

Beispiele

„Asche auf mein Haupt! Das muss ich ganz klar auf meine Kappe nehmmen.“
„Auch dass er sich reichlich Asche aufs Haupt streute, konnte seinen Posten nicht mehr retten.“
„Vorbei also die Zeit flacher Bälle, von Sack und Asche und kleinen Brötchen: Man ist wieder wer, man traut sich was.“
„Seiner Meinung nach gebe es keinen Grund, in Sack und Asche zu gehen.“
„Auch wenn er einen kostbaren Anzug trug, ging er eigentlich in Sack und Asche.“

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