Startseite / Religion / Das Zeitliche segnen

Das Zeitliche segnen

Redensart/Redewendung

RussischPolnischItalienischSpanischFranzösischEnglischdas Zeitliche segnen

Werbung

Bedeutung

sterben – sein Leben aushauchen – dahinscheiden

Eine ähnliche Bedeutung haben:
über den Jordan gehen
den Löffel abgeben
über die Wupper gehen

Herkunft

Die Tatsache, dass unsere Zeit in dieser Welt begrenzt ist, dürfte Ihnen so neu nicht sein. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik wird in Deutschland ein Mann durchschnittlich 75,9 Jahre alt. Eine Frau bringt es auf 81,5 Jahre. Für Christen verbindet sich mit diesen harten Fakten die Hoffnung auf ein zeitloses Leben im Jenseits, im Himmel. Aus diesem Gegensatz zwischen irdischer Sterblichkeit und himmlicher Ewigkeit entstand der Brauch, im Angesichte des Todes als letzten Wunsch Gottes Segen für die irdische Welt zu erbitten, insbesondere natürlich für seine Angehörigen. Der Sterbende segnete mit sogenannten Segensformeln gewissermaßen in Gottes Namen das Zeitliche. Die Redensart selbst taucht im 17. Jahrhundert auf.

Beispiele

„Ein sicheres Zeichen dafür, dass man selbst älter wird, ist die Tatsache, dass die Idole der Jugend reihenweise das Zeitliche segnen.“
„Auch im Tierreich sind es häufig die Männchen, die früher das Zeitliche segnen.“
Wenn sie einmal das Zeitliche segnen, werden wir gütig und wohlwollend auf ihr Lebenswerk blicken.“
„Das Werk vieler Künstler wird erst richtig populär, wenn der Urheber das Zeitliche gesegnet hat.“

Wissenswertes

Der letzte Gang

Das Zeitliche segnen
5 (100%) 1 vote

Einen Kommentar schreiben

Ihre Email-Adresse wird natürlich nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind markiert. *

*

4 × zwei =

x

Das sollten Sie sich auch anschauen.

Warum der Sündenbock die ärmste Sau ist

Wie eine ganze Reihe anderer Redensarten lässt sich auch diese auf die Bibel zurückführen, auch wenn frühe Bibelausgaben nicht direkt das Wort Sündenbock benutzen.

Ohne Sang und Klang (untergehen)

Ausgesprochen traurig ist es, wenn Sie ohne Sang und Klang untergehen - ganz gleich, ob als Redewendung oder im ursprünglichen Sinn. Klicken - lesen - wissen!