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Das Oberste zuunterst kehren

Redensart/Redewendung

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Bedeutung

etwas gründlich durchsuchen/durchwühlen und in Unordnung bringen

Herkunft

Portrait Friedrich SchillersDie Redensart „das Oberste zuunterst kehren“ gibt sich ganz bescheiden und vermag leider keine spannende Geschichte von sich zu erzählen. Eine graue Maus, wenn Sie so wollen. Sie könnte höchstens mit Stolz darauf verweisen, dass sie bedeutenden Männern über die Lippen gehuscht ist, z.B. Friedrich Schiller (siehe Bild) in seinem Drama „Die Räuber“:

„Nun glaubt Ihr wohl, Gott werde es zugeben, daß ein einziger Mensch in seiner Welt wie ein Wüterich hause und das Oberste zuunterst kehre?“

Für Muttersprachler liegt es auf der Hand, dass hier mit „kehren“ nicht das Fegen mit einem Besen gemeint ist, sondern das Wort im Sinne von „umdrehen“ oder „umkrempeln“ zu verstehen ist.

Beispiele

„In den Läden gab es nichts Vergleichbares, und sie hatte in allen das Oberste zuunterst gekehrt.“
„Sie kündigten an, das ganze Haus auf den Kopf stellen und das Oberste zuunterst kehren zu wollen, um Beweismittel zu sichern.“
„Was ist für uns die Richtschnur in Situationen, in denen das Oberste zuunterst gekehrt wird und die Fundamente wanken?“
„Ein Kind bewegt das Oberste zuunterst – und rückt gleichzeitig alle Dinge an ihren richtigen Platz.“ (Alain Delon)

Das Oberste zuunterst kehren
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